Hexenküche

13. Februar 2023


Mit dem nahenden Frühling strecken die ersten Pflanzen ihre Blätter und Knospen Richtung Licht. Jedes Jahr lerne ich ein paar neue essbare Kräuter und Pflanzenteile kennen und freue mich über alle, die ich auch nach dem Winter noch erinnern kann. Ich liebe es, an Kräuterwanderungen teilzunehmen und mit allen Sinnen dazuzulernen.


Gestern gab es ein Angebot direkt bei mir vor der Haustür, das nutzte ich natürlich gerne und habe einen leckeren, neuen Genuss kennengelernt: die essbaren Nadeln der Douglasie.


Die Douglasie oder auch Douglastanne, ist ein aus Nordamerika stammender Nadelbaum, der bei in unseren Wäldern erst seit dem 19. Jahrhundert zur Aufforstung verwendet wurde. Für die Forstwirtschaft ist vor Allem ihr hochwertiges Holz interessant, doch in der Kunde der essbaren und heilsamen Pflanzen sind es ihre Nadeln, die wir nutzen können. Bitte nur ausprobieren, wenn du ganz sicher bist, dass es sich um eine Douglasie handelt. Sie verströmt einen zitronigen Duft, wenn du über die Nadeln streichst. Verwechsle einen Nadelbaum nie mit einer Eibe, denn diese ist giftig!


Die Nadeln der Douglasie sind essbar und verbinden einen zitronig-frischen Geschmack mit dem Aroma vom Wald. Wie bei vielen anderen Nadelbäume auch, haben die Nadeln eine antiseptische Wirkung und die heilsamen ätherischen Öle sind gut für die Atemwege.


Die Idee ein Pesto daraus zu machen, habe ich gleich aufgegriffen und umgesetzt. Es schmeckt lecker nach Wald und erinnert auch etwas an Zitronengras.

Du brauchst eine gute Hand voll Douglasiennadeln, die du von den erreichbaren Zweigen pflückst, eine Hand voll gemahlene Mandeln, 100-150ml gutes Öl (zum Beispiel Olive), entscheide selbst, welche Konsistenz du bevorzugst. Salz und Pfeffer nach Geschmack, am besten aus der Mühle.


Gib alle Zutaten in einen Blender oder ein anderes Gerät zum Zerkleinern und mixe auf starker Stufe eine ölige Paste daraus.

Diese kannst du in ein schönes Glas füllen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält sich das Pesto mindestens zwei Wochen.


Es schmeckt zu Nudeln oder als Brotaufstrich und kann auch zum kreativen Verfeinern anderer Speisen zum Einsatz kommen.

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